Alceste ist ein Singspiel in fünf Aufzügen. Admet liegt im Sterben, doch der Spruch Apollos eröffnet einen Ausweg: Er darf weiterleben, wenn ein anderer Mensch freiwillig für ihn stirbt. Während selbst sein alter Vater das Opfer verweigert, entscheidet sich seine Gattin Alceste ohne Zögern, ihr Leben hinzugeben. Admet erfährt erst nach seiner Genesung, welchen Preis Alceste für ihn bezahlt. Verzweifelt versucht er, sie von ihrem Entschluss abzubringen. Alceste erinnert ihn jedoch an seine Pflichten als Herrscher und Vater. Sie stirbt im Kreis ihrer Familie, während Admet in tiefe Trauer versinkt. Als Herkules den Palast besucht und von Alcestes Opfer hört, beschliesst er, seinem Freund zu helfen. Er steigt in die Unterwelt hinab und bringt Alceste zurück. Um Admets Treue zu prüfen, gibt er die verschleierte Heimkehrerin zunächst als unbekannte Frau aus. Admet weist jede neue Verbindung entschieden zurück und erklärt seine Liebe zu Alceste für unvergänglich. Schliesslich enthüllt Herkules das Wunder. Alceste und Admet finden wieder zusammen und danken ihrem Freund sowie den Göttern. Das Werk verbindet gesprochene Szenen, Arien, Ensembles und Chöre. Im Mittelpunkt stehen eheliche Liebe, freiwillige Selbstaufopferung, Freundschaft, Pflichtbewusstsein, Trauer und die Überwindung des Todes.
Christoph Martin Wieland (1733 1813) war ein deutscher Schriftsteller, Dichter und Übersetzer der Aufklärung. Er wurde in Oberholzheim geboren und studierte Theologie. Wieland schrieb Romane, Gedichte und Essays und übersetzte Werke von Shakespeare. Er gilt als einer der wichtigsten Autoren der deutschen Klassik und Aufklärung.
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