Der von seinen Brüdern verkaufte Josef gelangt als Leibeigener nach Ägypten. Trotz Verfolgung, Verführung, falscher Beschuldigung und Gefangenschaft hält er an seinem Glauben fest. Nachdem er die Träume des Königs deutet und sieben fruchtbare sowie sieben unfruchtbare Jahre ankündigt, wird er zum mächtigen Verwalter des Landes erhoben. Assenat, die Tochter des Fürsten und Priesters Potifar, wächst abgeschieden auf einer Sonnenburg auf. Die Begegnung mit Josef verändert ihr Leben. Sie wendet sich von den ägyptischen Göttern ab, nimmt Josefs Glauben an und wird seine Gemahlin. Aus ihrer Verbindung gehen Manasse und Efraim hervor. Während der Hungersnot organisiert Josef die Versorgung Ägyptens. Seine Brüder kommen auf der Suche nach Getreide zu ihm, ohne ihn zunächst zu erkennen. Nach Prüfungen und inneren Kämpfen gibt Josef sich zu erkennen, vergibt ihnen und führt die getrennte Familie wieder zusammen. Die ausführliche Erzählung verbindet Liebesgeschichte, Glaubensdarstellung, höfisches Leben und Staatsgeschäfte. Ein umfangreicher Anmerkungsteil erläutert Namen, Bilder, religiöse Vorstellungen und die vom Verfasser herangezogenen Überlieferungen.
Philipp von Zesen (1619 1689) war ein deutscher Schriftsteller und Dichter des Barock. Er wurde in Priorau geboren und studierte in Wittenberg. Er schrieb Gedichte, Romane und Übersetzungen und setzte sich für die deutsche Sprache ein, indem er viele Fremdwörter durch deutsche Begriffe ersetzte. Heute gilt er als ein wichtiger Vertreter der Barockliteratur.
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