Der Einfluss des Zivilrechts auf die Entwicklung der modernen und zeitgenössischen kanadischen Verfassung und Institutionen bietet eine umfassende, historisch fundierte Analyse der Verfassungsentwicklung Kanadas unter besonderer Berücksichtigung des zivilrechtlichen Regimes. Untersucht wird der tiefgreifende Einfluss der kontinentaleuropäischen Zivilrechtstradition auf die kanadische Verfassung sowie auf die politischen und juristischen Institutionen sowohl auf Provinz- als auch auf Bundesebene. Durch die detaillierte Erforschung des Rechtsdialogs zwischen dem Common Law und der Zivilrechtstradition (Bijuralismus) zeigt diese analytische Studie auf, wie diese Koexistenz das moderne kanadische Rechtssystem nachhaltig geprägt und Grenzen überschritten hat. Ein unentbehrliches Fachbuch für Juristen, Historiker und Politikwissenschaftler, die das komplexe Gefüge und die hybride Natur der kanadischen Institutionen verstehen wollen.
Driss Bourazzouq ist ein Rechtswissenschaftler und Experte im Bereich des Verfassungsrechts, der Institutionengeschichte und der Rechtsvergleichung. Mit einem besonderen Fokus auf den Dialog zwischen kontinentaleuropäischen und angelsächsischen Rechtstraditionen untersucht er in seinen Forschungsarbeiten die Entwicklung hybrider Rechtssysteme, den Bijuralismus sowie die verfassungsrechtlichen Besonderheiten in föderalen Systemen. Er interessiert sich seit jeher für die tiefen Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Disziplinen und legt großen Wert auf die empirischen Aspekte der Forschung, damit diese einen produktiven Nutzen für unsere modernen, oft vor großen Herausforderungen stehenden Gesellschaften erbringt. Seine Arbeit verbindet angewandte Rechtswissenschaften mit den Humanwissenschaften. Besonders fasziniert ist er vom historisch nahezu einzigartigen Erbe der französischen, normannischen und englischen Traditionen und deren fundamentalem Beitrag zur Demokratie, zur kontinuierlichen Weiterentwicklung staatlicher Institutionen und zur Wahrung der Menschenwürde. Ein zentraler Fokus liegt dabei auf dem direkten und indirekten Einfluss der kontinentalen Rechtskultur (Zivilrecht) auf weltweite juristische Innovationen, Modernisierungsprozesse und den humanitären Fortschritt.
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